Die Saison 1977/78 wird für die Violetten immer einen besonderen Platz im Herzen der Fans haben. Unter der Leitung von Trainer Karl Stotz präsentierte sich FK Austria Wien als ernstzunehmender Herausforderer in der Europapokal-Szene. Die Gruppe bestand aus namhaften Gegnern, darunter der italienische Klub AS Roma, gegen den die Violetten in der ersten Runde antreten mussten. Mit einem beeindruckenden 3:0-Sieg im Hinspiel in Wien legten die Violetten den Grundstein für ihren weiteren Erfolg.

Das Rückspiel in Rom stellte die Spieler jedoch vor eine große Herausforderung. Die Atmosphäre im Stadio Olimpico war überwältigend, und die Violetten mussten sich gegen den Druck der leidenschaftlichen Fans behaupten. Trotz der widrigen Umstände gelang es der Mannschaft, sich mit einem 1:1-Unentschieden zu behaupten und den Einzug in die nächste Runde zu sichern. Diese Leistung brachte nicht nur den Respekt der Gegner, sondern auch das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zurück.

In den folgenden Runden trafen die Violetten auf den schottischen Klub Aberdeen und später auf den ungarischen Vertreter Váci Izzó. Jedes Spiel war ein weiterer Beweis für die Entschlossenheit und den Teamgeist der Violetten. Besonders das Rückspiel gegen Aberdeen im Wiener Stadion blieb vielen Fans in Erinnerung, als die Violetten mit einem dramatischen 2:0 die Runde überstanden und das Halbfinale erreichten.

Das Halbfinale gegen den niederländischen Klub PSV Eindhoven war der Höhepunkt dieser Saison. Die Violetten traten in einem Hinspiel an, das in der Geschichte des Vereins geschrieben wurde. Die Leistung der Mannschaft war bemerkenswert, und obwohl das Spiel mit 0:1 verloren ging, war der Rückkampf in Wien ein Fest des Fußballs. Die Violetten drückten mit aller Macht und erzielten das erste Tor, das die Fans in Ekstase versetzte. Am Ende blieb es jedoch bei einem 2:2, was bedeutete, dass die Violetten aufgrund der Auswärtstorregel ausschieden.

Trotz des Ausscheidens im Halbfinale wurde die Saison 1977/78 zu einem Wendepunkt für FK Austria Wien. Der Stolz und die Leidenschaft, die die Spieler und Fans in dieser Zeit zeigten, trugen zur Mythosbildung des Vereins bei. Diese Europapokal-Saison bleibt im kollektiven Gedächtnis der Violetten lebendig und wird oft als eine Zeit beschrieben, in der die Violetten nicht nur in Österreich, sondern auch auf der europäischen Bühne für Aufsehen sorgten.

Der Geist und der Kampfgeist, die in diesen Spielen gezeigt wurden, sind bis heute Teil der DNA von FK Austria Wien. Die Erinnerungen an diese denkwürdige Saison inspirieren nicht nur die aktuellen Spieler, sondern auch die kommenden Generationen von Fans, die die Tradition der Violetten fortführen wollen.

Die Saison von 1978 ist ein eindrucksvolles Kapitel in der Geschichte des Vereins, das den Violetten nicht nur Siege, sondern auch unvergessliche Erlebnisse und eine starke Gemeinschaft geschenkt hat. Diese Erlebnisse werden in jedem Derby gegen den Erzrivalen SK Rapid Wien lebendig, wo der Stolz auf die eigene Geschichte und die Erfolge der Vergangenheit die Fans antreiben, immer wieder zu unterstützen und für den Verein zu kämpfen.